Alle wollen 'was mit Influencern machen' und nur wenige wissen, was sie genau wollen. So wie es unterschiedlichste Brands gibt, gibt es auch die verschiedensten Influencer, Blogger, und andere Menschen die im Internet herum schwirren. Wie finde ich jetzt also in diesen Weiten des Internets, die Person, die meine Brand am besten präsentiert?

Das würde ich dir gerne verraten, aber ich kann es leider nicht. Zumindest nicht in einem Satz. Das Ganze ist nicht ganz so einfach, wo es heutzutage möglich ist, sich nicht nur Follower, sondern auch gleich Kommentare und Interaktionen zu kaufen und wo Qualitätsunterschiede und Zielgruppen sich so stark voneinander unterscheiden, auch wenn man immer wieder versucht, die Suche durch Algorithmen und Datenbanken zu vereinfachen. Hier erzählt jeder etwas anderes und vor Tipps kann man sich meist kaum retten. Ich denke, am Ende hilft meist doch nur eine gründliche Recherche, ein bisschen Grips und Menschenverstand. Mein persönlicher Tipp sind 5 Kriterien, auf die man bei jeder Kampagne achten sollte:

Zielgruppe

Je älter die Zielgruppe, desto kleiner ist das Feld der Influencer und Blogger. Und je älter die Zielgruppe, desto geringer ist das Engagement. Es ist traurig, aber wahr: Je älter wir werden, desto weniger Lust haben wir, mit einem Medium zu interagieren. Wir wollen lieber in Ruhe konsumieren, als jedes Bild unseres geliebten Youtube Stars zu kommentieren. Aber während sich ein günstiges Duschgel mit viel Glitzer vermutlich hervorragend an Minderjährige Konsumenten verkaufen lässt, sieht es mit teuren Technikgeräten, Reisen oder Designerkleidung meist anders aus. Ich muss mir also zuerst überlegen, wie die benötigte Zielgruppe aussieht und wie ich sie ohne große Streuverluste erreiche.

Prinzipien

'Auch negative PR ist gute PR' halte ich für eine Urban Legend. Oder würde es einer Fashionbrand jemals helfen, wenn sie zum Beispiel wegen Kinderarbeit in sämtlichen Medien erscheinen würde? Ein positives Image hört auch bei der Zusammenarbeit mit Bloggern und Influencern nicht auf. Wichtig ist also, zu wissen, wie die Person von der Allgemeinheit aufgenommen wird. Wofür hat sie in Vergangenheit geworben, wofür steht sie ein? Passt das zum Umfeld meiner Brand? Hat es genug Wiedererkennungswert oder besteht die Gefahr, dass der Influencer in der nächsten Woche für das direkte Konkurrenzprodukt wirbt?

Umsetzung

Bildsprache und auch die textliche Umsetzung des Projektes sind vor allem dann wichtig, wenn ich die Inhalte auch als Brand nutzen will. Kann ich die erstellten Inhalte auch auf den Kanälen der Brand teilen, ohne dass sie aus der markeninternen, ästhetischen Bildsprache ausbrechen? Wird der Blogger meinen Vorstellungen voraussichtlich gerecht, wenn ich mir seine vergangenen Projekte anschaue?

Medium

Die meisten Leute haben ihre ganz besonderen Steckenpferde. Manch einer ist bekannt für seine hervorragenden Videos, ein anderer für einen makellosen Instagram-Feed und manch Blogger kann um ein Produkt oft eine interessante Story aufbauen. Nicht immer ist alles gefragt und für jeden Kanal sinnvoll. Deshalb ist es nicht immer sinnvoll, zum Beispiel einen Blogger, der tolle Posts schreibt für eine Videoproduktion anzufragen, mit der er fast keine Erfahrung hat oder einen Youtuber für ein Kampagnenshooting, wenn er sonst nur Schnappschüsse mit seinem Handy teilt.

Frequenz

Es ist eigentlich simpel, aber wird doch oft übersehen: Niemand erinnert sich, wofür eine Person geworben hat, wenn sie Woche für Woche fast täglich neue Werbeposts raus haut. Wie viel Prozent des Contents ist Werbung, wie viel wurde tatsächlich werbefrei produziert?

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© 2019 by Jana Wind.

 

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